Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Bluthochdruck wird in der Fachsprache als arterielle Hypertonie bezeichnet. Der gemessene Blutdruck entspricht dem Druck in den Arterien. Der Blutdruck enthält immer zwei Werte, nämlich den oberen, systolischen und den unteren, diastolischen Wert. Ab einem dauerhaften oberen Wert über 140 mmHg bzw. einem unteren Wert über 90 mmHg spricht man von Bluthochdruck. Nicht gemeint ist ein kurzfristig erhöhter Blutdruck, wie er beispielsweise nach körperlicher Anstrengung auftritt. Dies ist ganz normal und nach kurzer Ruhephase sinkt der Blutdruck wieder.

Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für viele weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie beispielsweise Arteriosklerose, Koronaren Herzkrankheit, und chronische Herzinsuffizienz.

Ca. 20 Prozent der Bevölkerung bis zum 50. Lebensjahr und ca. 30 bis 40 Prozent der Menschen über dem 50. Lebensjahr leiden unter zu hohem Blutdruck. Da der Bluthochdruck oft keine Beschwerden macht, bleibt er häufig jahrelang unentdeckt und schädigt dabei aber dauerhaft die Gefäße.

Für den Bluthochdruck gibt es bei über 90 Prozent der Betroffenen keine erkennbare Ursache. Faktoren wie Übergewicht, Diabetes mellitus, hormonelle Verhütungsmittel insbesondere in Kombination mit Rauchen, Stress, Vererbung, Nierenerkrankungen und hoher Salzkonsum erhöhen das Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln.

Ebenso können verschiedene Medikamente den Blutdruck erhöhen. Dazu zählen hormonelle Verhütungsmittel, verschiedene Appetitzügler und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Auch Lakritz kann in sehr großen Mengen genossen Bluthochdruck verursachen. Außerdem sind Menschen gefährdet, die sehr viel Alkohol trinken und Drogen wie Kokain, Ecstasy und Amphetamine konsumieren.

Bluthochdruck ist häufig nicht zu spüren. Gerade das ist aber das Gefährliche daran, da er trotzdem die Gefäße und eventuell sogar bereits weitere Organe schädigt. Mögliche Beschwerden durch Bluthochdruck sind:

  • Kopfschmerzen oder auch ein Druckgefühl im Kopf
  • Schwindel
  • Nasenbluten
  • Brustschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Sehstörungen
  • Schlafstörungen
  • Angstgefühle

Diese Symptome können auch bereits Zeichen einer Organschädigung sein. Deshalb sollte jeder regelmäßig seinen Blutdruck messen oder messen lassen. Ist der Bluthochdruck erkannt, kann die Gefahr von Organschäden durch eine gut eingestellte Therapie und Lebensweise stark verringert werden.

Ein nicht erkannter bzw. behandelter Bluthochdruck kann schwerwiegende Folgen haben. Deshalb sind die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und die Behandlung bei Bluthochdruck sehr wichtig. Erfolgt keine adäquate Einstellung des Blutdrucks, werden die Gefäße auf Dauer geschädigt und es kann zu einer Reihe von Folgeerkrankung kommen. Zu diesen gehören Herzerkrankungen (Herzmuskelschwäche, Angina pectoris, Herzinfarkt), Schlaganfälle und Nierenerkrankungen. Ein besonderes Problem stellt Bluthochdruck bei Menschen mit Diabetes mellitus dar, da durch diese Erkrankung bereits große und kleine Gefäße geschädigt werden können. Ein Bluthochdruck kann dadurch verstärkt oder sogar ausgelöst werden. Deshalb sollte insbesondere bei Diabetikern unbedingt regelmäßig der Blutdruck gemessen werden.